Museum Karlstadt

Das Museum Karlstadt lenkt den Blick zum einen auf die Geschichte der Stadt, zum anderen aber auch
auf das Empfinden unserer Gegenwart als Zeit eines tiefgründigen Umbruchs.

Museum Karlstadt/Foto: Jürgen Müller

Abteilung ZeitBRÜCHE
Anstöße zum Aufbruch
Sich der Geschichte stellen, das geschieht in diesem Teil des Museums durch
Kunstwerke, die als Seismografen ihrer Zeit gelten.


In der Sprache der Kunst werden die Facetten der Umbruchserfahrung wahrgenommen, vor allem die Kräfte, die dem Umbruch zugrunde liegen. Das Augenmerk der Künstlerinnen und Künstler gilt über den Ursachen hinaus dem, was eine Umbruchssituation in uns selbst auslöst.

Die präsentierten Werke entstammen vornehmlich der Sammlung des Domkapitulars em. Dr. Jürgen Lenssen, die er 2020 der Stadt Karlstadt für die inhaltliche Erweiterung ihres Museums schenkte.

Eingefasst werden die Kunstwerke durch das geschichtsträchtige und von hohem Wert
gekennzeichnete Anwesen, dessen ältester Gebäudeteil aus dem 14. Jahrhundert stammt und für sich selbst das wohl bedeutendste „Ausstellungsstück“ des Museums Karlstadt darstellt.

ZeitBRÜCHE
In dieser Ausstellung wird mit über 200 Exponaten ein zeitlicher Bogen vom 16. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart geschlagen. Neben Werken von Jaques Gassmann, Alfred Hrdlicka, Herbert Janouschkowetz oder Michael Morgner sind ebenso auch Werke von Mimmo Paladino, Salvador Dalí, Thomas Hildenbrand oder Thomas Lange zu sehen. Gezeigt werden herausragende Gemälde, Lithographien, Zeichnungen, Skulpturen und Kunstobjekte, die zu einer differenzierten Betrachtung im Sinne der ZeitBRÜCHE einladen.

ZeitKAPSEL
Im 2. Obergeschoss können die Besucher eintauchen in die Wohnkultur vergangener Zeiten. Wie in einer ZeitKAPSEL erhielten sich hier über 500 Jahre lang nahezu unverändert vier Fachwerkstuben. Sie atmen mit ihren Wandmalereien den Zeitgeist des 16. Jahrhunderts, als Adelsgeschlechter die Geschicke des Landes lenkten und humanistische Ideen das Weltbild des Mittelalters stürzten. Ein multimedialer Ausstellungsraum erlaubt Einblicke in die Baugeschichte des Hauses und schildert Episoden aus dessen Vergangenheit. Hier wird ein einmaliges Denkmal begreifbar!

Abteilung StadtGESCHICHTE
Bereits seit Mitte der 80er Jahre befindet sich im ehemaligen Landrichter Haus das durch den Historischen Verein betriebene Stadtgeschichte Museum. Nachdem die Stadt Karlstadt das Gebäude direkt angrenzend erworben hat, stand die Frage nach einer der architektonischen Bedeutung gemäßen Nutzung im Raum. Eine Antwort fand sich darin, die beiden Gebäude wieder zu vereinen und aus dem Stadtgeschichte-Museum das Museum Karlstadt entstehen zu lassen mit nunmehr zwei Abteilungen.

Neben der Ausstellung ZeitBRÜCHE wird im noch nicht ertüchtigten Gebäudeteil die Abteilung der StadtGESCHICHTE zu finden sein. Bis zur Instandsetzung der Räume im ehemaligen Landrichterhaus ist hier eine Interimsausstellung mit dem Titel „Karolinger am Main – Karlstadts Vergangenheit auf der Spur“ interaktiv und lebendig zu erleben. Mit viel ehrenamtlichem Engagement und fachkundiger Unterstützung ist Geschichte hier in besonders anschaulicher Form greifbar aufbereitet worden.


Museum KarlstadtMuseum KarlstadtMuseum Karlstadt/Foto: Jürgen Müller
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